Anerkennung auch für Odeon

Mit "Herzblut und Leidenschaft", so OB Till, habe er sich für die Kultur in Göppingen engagiert. Jetzt erhielt Klaus Ege die Landesehrennadel.

KURT LANG | 23.04.2015

Ehrennadel NWZ
Foto: Giacinto Carlucci

OB Guido Till (l.) händigte dem Vorsitzenden der Kulturinitiative Odeon, Klaus Ege, die Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg aus. 

Im Rahmen eines feierlichen Empfangs im Rathaus händigte Oberbürgermeister Guido Till dem Vorsitzenden der Kulturinitiative Odeon, Klaus Ege, die Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg aus. Die von Ministerpräsident Kretschmann erteilte Auszeichnung bekommen Bürger, die sich durch langjährige ehrenamtliche Tätigkeit um die Gemeinschaft besonders verdient gemacht haben.

Guido Till führte aus, dass Klaus Ege sich "mit Herzblut und Leidenschaft" für das kulturelle Leben in Göppingen engagiert habe. Und dies bereits seit 1967. Da nämlich war Ege Mitbegründer des Kellertheaters Club Remise, ein in der Region viel beachtetes Forum für kulturelle Auseinandersetzung. Grund genug für den Odeon-Chef, schmunzelnd einzuwerfen: "Früher gab's für diese Art von kritischer Kulturarbeit Prügel mit Worten wie 'Geht doch nach drüben, wenn's euch hier nicht passt', heute wird man dafür geehrt."

Klaus Ege spielte in jungen Jahren bereits Theater bei der Gruppe "Die Kulisse", auf deren Initiative hin die Göppinger Theatertage gegründet wurden. Aus der "Kulturinitiative Altes E-Werk" gründete sich 1986 der Verein Odeon, dem Ege von Beginn an als Vorsitzender angehörte.

OB Till betonte, dass die Auszeichnung auch für das Wirken von Odeon gesehen werden müsse: "Odeon ist Bestandteil unseres kulturellen Lebens und damit auch fester Bestandteil unserer Stadt." Und an den Geehrten gerichtet: "Odeon hat sich unter Ihrer Führung einen guten Ruf erarbeitet."

Im Schlusswort hob Klaus Ege hervor, dass zu den 1500 Veranstaltungen 220 000 Besucher kamen: "Wir sind zu einer anerkannten Kultureinrichtung weit übers Kreisgebiet hinaus geworden. Die Auszeichnung teile ich aber mit allen, die mitgewirkt haben, dies aufzubauen."

Malina Bar-Lev (Querflöte) und Ulrike Gottlebe-Ebert (Klavier) von der Jugendmusikschule sorgten für den Rahmen. Ihre Vorträge von Händel, Bach und Doppler wurden mit viel Applaus bedacht.

Entnommen aus der NWZ vom 23.4.2015

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